Die Transferforschung nennt mehrere Gründe: fehlende Unterstützung durch die Führungskraft, keine Gelegenheit zur Anwendung, kein Anschluss an die Strategie.
Dahinter steht ein einfaches Muster. Damit jemand im Alltag anders handelt, braucht es Wissen, Können, Wollen und Dürfen. Schulungen vermitteln Wissen – dafür sind sie gut. Ein Training zielt auf Können, verpufft aber schnell, wenn Verbindlichkeit und Transfer im Arbeitsalltag fehlen. Wollen wird oft von Emotionen blockiert: Wer keine vermeintlich doofen Fragen stellen oder sich nicht irren darf, will auch nicht lernen. Und Dürfen ist eine Frage von Kultur und Zeit.
Zwei dieser Lücken schließen wir mit Euch bereits im Design von Entwicklungsmaßnahmen.
- Der Körper lernt mit: Theorie und Erklärungen reichen nicht aus. Die Umsetzung zählt. Lernen muss mit praktischer Anwendung in Beziehungen und mit positiv erlebten Emotionen verknüpft sein.
- Lernen ist an Situationen gebunden: Was im geschützten Raum geübt wurde, steht im echten Konfliktgespräch nicht automatisch zur Verfügung. Deshalb setzen wir an spezifischen Situationen und engen Lernschleifen in der Gruppe an.
Deshalb beginnen wir beim Kontext und nicht beim Thema: erst die Bedarfsklärung, dann die Situationen, dann Anwendungen, die dazu passen; mit vielseitigen Formaten über eine Lernreise hinweg, mit Anzeichen, an denen Ihr Wirkung erkennt. So wird Lerntransfer planbar statt zufällig.
Wollt Ihr im Team darüber sprechen? Der GMA-Framework-OnePager ist als Arbeitsblatt gebaut: Ihr findet fünf typische Arbeitssituationen und könnt direkt im PDF markieren, was Ihr wieder erkennt. Eine Seite, mit der Ihr in zehn Minuten Eure Ausgangslage klärt.